The Party

Filmcasino 30.7. 17

UK 2017

Regie: Sally Potter

In einer Wohnung in London soll der Erfolg einer Karrierefrau gefeiert werden: Sie wird Gesundheitsministerin. Eingeladen ist nur ein kleiner Kreis von Freunden, die mit der Ausnahme eines Bankers alle dem linksliberalen Milieu angehören. Die Party kippt wegen diverser Enthüllungen schnell in ein dramatisches Desaster, wie man das von den einschlägigen angelsächsischen Theaterstücken (Who’s Afraid of Virginia Woolf etc.) her kennt. Sally Potter legt dieses Abgleiten allerdings als Komödie an. Nun dürfen Komödien natürlich genrespezifisch mit Charaktertypen arbeiten. In The Party sind die Figuren aber so klischeehaft, dass es auf mich mehr traurig als komisch wirkt. Vom hysterischen Koksbanker über die militante Lesben-Feministin bis zum Klischee-Esoteriker, den der arme Bruno Ganz spielen muss, sehen wir nur Schablonen. Es gibt einige komische Momente und die Pointe am Schluss ist durchaus gelungen. Das kann den Film aber nicht retten. Das fast einhellige Lob der Kritik für dieses Klischeebombardement kann ich überhaupt nicht nachvollziehen.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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