Kauft bei Juden! Geschichte einer Wiener Geschäftskultur

Jüdisches Museum Wien 21.5. 2017

Wieder hat sich das Jüdische Museum ein sozialgeschichtliches Thema für seine neue Sonderausstellung ausgesucht: Die Geschichte der jüdischen Kaufhäuser in Wien. Anders als in vergleichbaren Großstädten begann der Wiener Kaufhausboom erst Ende des 19. Jahrhunderts. Viele jüdische Kaufleute nützten die neuen ökonomischen Freiheiten und gründeten imposante Konsumtempel. Vom „Arbeiterkaufhaus“ am Brunnenmarkt bis zu Edeltextilgeschäften in der Innenstadt wurde das gesamte demographische Spektrum angesprochen.
Im Fokus der Schau sind die Besitzer der Warenhäuser und deren Familien, weniger wirtschaftsgeschichtliche Perspektiven, obwohl man dazu auch einige interessante Informationen erhält. Die Blüte dieser jüdischen Geschäftskultur nimmt mit Hitlers Anschluss natürlich ein jähes Ende und die lukrativen Firmen werden schnell arisiert. Der geschäftliche Wiederaufbau nach dem Krieg wird ausführlich dokumentiert. Ich empfehle, sich alle Videos mit den Zeitzeugen anzusehen, weil sie das Gezeigte mit einem individuellen Kontext versehen. (Bis 19.11.)

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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