The Happy Film

Filmcasino 6.1. 2017

USA 2016

Regie: Stefan Sagmeister, Ben Nabors, Hillman Curtis

Der in New York lebende österreichische Designer hat einen Selbstversuch in diesem Film festgehalten: Drei von der Psychologie vorgeschlagene Wege auszuprobieren, um glücklicher zu werden: Meditation, kognitive Psychotherapie und Psychopharmaka. Herausgekommen ist eine idiosynkratische Selbstbespiegelung, die gleichzeitig die größte Stärke und größte Schwäche des Filmes ist. Selbstverständlich ist das alles nicht ohne Ironie auf die Leinwand gebracht. Sagmeister schreckt aber auch vor viel Selbstvoyeurismus nicht zurück. Was den Film formal sehr spannend macht, ist der ständige Einsatz von unterschiedlichen audiovisuellen „Designs“ als Illustration und Kontrapunkte. Von witzigen Scherenschnitten bis zu atemberaubenden Slow-Motion-Aufnahmen wird alles zweckentfremdet, was die Werbetechnik dieser Tage aufzubieten hat. Das Thema betreffend halten sich die Erkenntnisgewinne, wie von mir erwartet, in Grenzen. Wer ungewöhnliche Filme mag, wird mit The Happy Film jedenfalls seine Freude haben.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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