Nocturnal Animals

Filmcasino 23.12. 2016

USA 2016
Regie: Tom Ford

Ein auf mehreren Ebenen sehr intensiver Film. Die Handlung teilt sich in zwei Hauptstränge. Susan Morrow ist als erfolgreiche Galeristin eine Upperclass-Lady aus Los Angeles und wird auf eine originelle Art und Weise mit ihrer Vergangenheit konfrontiert: Ihr Ex-Ehemann schickt ihr nämlich das Manuskript zu seinem neuen Roman: Nocturnal Animals. Die brutale Geschichte des Buches über die Entführung einer Familie in Texas bekommen wir ausführlich zu sehen, wenn Susan das Buch liest. Gleichzeitig sehen wir in Rückblenden den Beginn und das Scheitern ihrer Beziehung mit dem Autor. Obwohl der Roman nicht direkt davon handelt, ist er doch eine implizite Auseinandersetzung mit Susan. Das ist narrativ sehr subtil gemacht und erinnert tatsächlich an literarische Stilmittel.

Zusätzlich ist Nocturnal Animals fesselnd wie ein Thriller und hat eine sehr hohe emotionale Intensität. Dass er dabei die wichtige philosophische Frage „Wie soll ich leben?“ nicht aus den Augen verliert, ist angesichts der semantischen Dichte erstaunlich, und spricht für die strukturelle Brillanz des Tom Ford. Für mich einer der besten Filme des Jahres 2016.

2 Antworten auf Nocturnal Animals

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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