Edmund de Waal trifft Albrecht Dürer: During the Night

Kunsthistorisches Museum 8.12. 2016

Zwei Mal bin ich in den letzten Monaten kurz durch den Raum gegangen und konnte wenig mit der Ausstellung anfangen. Der Grund ist einfach: Man muss sich intensiv mit de Waals Konzept auseinandersetzen, um die von ihm kuratierte Schau zu verstehen. Ohne Audioguide (englische Version, wenn möglich!) oder Führung wird man nämlich nur eine willkürliche Zusammenstellung von Kunstwerken aus dem KHM wahrnehmen.

Ausgehend von einem Albtraum Dürers gestaltet de Waal diverse Vitrinen, welche um das semantische Feld der Nacht kreisen, das der Künstler freilich assoziativ in unterschiedliche Richtungen erweitert. Das Dunkle, Geheimnisvolle, Angsterregende sind Themen. Den Reiz der Ausstellung macht nicht nur dieser intellektuelle Gesamtzusammenhang aus, sondern auch die höchst unterschiedlichen Werke, die sich de Waal herauspickte. Für jedes Werk gibt es von ihm dazu eine eigene kleine Geschichte. Fasziniert ist er nicht zuletzt von unterschiedlichen Materialien und ihrer Bearbeitung.

Ein wohltuend „anderes“ Ausstellungskonzept. (Bis 29.1.)

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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