Michelangelos Sixtinische Kapelle in Wien

Votivkirche 2.11. 2016

Sich mit dem großartigen Michelangelo zu beschäftigen ist naturgemäß eine begrüßenswerte Angelegenheit. Deshalb stehe ich diesem Ausstellungsprojekt prinzipiell positiv gegenüber als ich die Votivkirche betrete. Zu sehen sind dort große Reproduktionen aus der Sixtinischen Kapelle in akzeptabler Qualität. Man kann sich die meisten Bilder also aus einer Nähe ansehen, wie das sonst schwer möglich wäre. Allerdings sind die Bilder in zwei vergleichsweise engen Gängen gegenüber aufgehängt, so dass man sie leider nicht aus einer größeren Entfernung betrachten kann. Der Audioguide stellt die knapp vierzig Bilder ausführlich vor, legt den Schwerpunkt für meinen Geschmack aber zu sehr auf inhaltliche und theologische Aspekte. Die Ästhetik Michelangelos kommt dabei deutlich zu kurz.

Insgesamt wirkt das Projekt auf mich lieblos kuratiert. Vor dem Eingang läuft ein Video, ansonsten gibt es ein paar Tafeln mit überschaubarem Informationsgehalt. Dabei böte die Digitaltechnik heute so viele Möglichkeiten zur Veranschaulichung. Angesichts dieses Gesamtpaket fast 20 Euro Eintritt zu verlangen, grenzt an eine Unverschämtheit. (Bis 4.12.)

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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