Carl Laufs, Wilhelm Jacoby: Pension Schöller

Burgtheater 30.10. 2016

Regie: Andreas Kriegenburg

Philipp Klapproth: Roland Koch
Ulrike Sprosser, Witwe, seine Schwester: Alexandra Henkel
Ida, ihre Tochter: Alina Fritsch
Franziska, ihre Tochter: Marta Kizyma
Alfred Klapproth: Tino Hillebrand
Ernst Kissling, Maler, Alfreds Freund: Martin Vischer
Fritz Bernhardy: Michael Masula
Josephine Krüger, Schriftstellerin: Christiane von Poelnitz
Schöller, ehemaliger Musikdirektor: Bernd Birkhahn
Amalie Pfeiffer, seine Schwägerin: Sabine Haupt
Friederike, ihre Tochter: Aenne Schwarz
Eugen Rümpel: Max Simonischek
Gröber, Major a.D.: Dietmar König
Jean, Zahlkellner: Sabine Haupt

Etwa alle zwei Jahre gibt das Burgtheater einer Zwangsneurose nach, nämlich leichte Kost auf die große Bühne zu bringen. Ebenso regelmäßig entsteht dadurch keine Theaterkunst, sondern eine Theaterkatastrophe. Ich ergreife deshalb in der Pause nach deutlich über zwei Stunden die Flucht.

Diese Mal verwendet man zu diesem Behufe einen modern modifizierten Schwank-Klassiker aus dem Jahr 1890. Die üblichen Mittel der Boulevardkomödie werden reichlich eingesetzt, von Sprachfehlern über Verwechslungsgags bis hin zu skatologischem und sexistischem Humor. Weniges davon ist wirklich komisch. Am besten sind noch die Burgschauspieler, die dreieinhalb Stunden ihren Unfug und Slapstick treiben dürfen, was sie durchaus auf hohem Niveau machen.

Ansonsten ein schwer zu rechtfertigender Burgtheater-Missbrauch. Dass sich Andreas Kriegenburg für diese niveaulose Trottelei nicht zu schade war, wird seinem Ruf schaden.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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