Welcome to Norway

Filmcasino 23.10. 2016

Norwegen 2016
Regie: Rune Denstad Langlo

Es ist ein erfrischender Ansatz aus der Flüchtlingskrise eine Komödie zu machen, bei der alle Seiten ihr Fett abbekommen. Ein wirtschaftlich erfolgloser Norweger will sich dadurch sanieren, dass er sein Hotel in ein Flüchtlingsheim verwandelt. Als die fünfzig Bewohner ankommen, ist es noch eine halbe Baustelle. Der Film bezieht seine Komik vor allem aus diversen interkulturellen und religiösen Missverständnissen. Die Flüchtlinge werden differenziert geschildert: Nicht alle sind Sympathieträger. Es gibt diverse Hürden zu überwinden, etwa die offizielle Genehmigung der norwegischen Asylbehörden zu erhalten. Die Lokalität ist Nordnorwegen, d.h. viel Schnee & Eiseskälte, was natürlich ein enormer Kontrast für die Südländer ist. Am Ende siegt freilich die Empathie über die Gier.

Ästhetisch sicher kein cineastisches Meisterwerk, aber durchaus sehenswert. Nicht zuletzt weil das Lachen über das Thema ein sehr wohltuender Kontrast zur allgegenwärtigen Hysterie ist.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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