Martin Parr – A Photographic Journey

Kunst Haus Wien 21.10. 2016

Der Brite Martin Parr beschäftigt sich in seinen Fotos meist mit dem Alltag. Oberflächlich betrachtet sind seine Bilder gelungene Momentaufnahmen. Eine genauere Auseinandersetzung mit ihnen zeigt aber, dass er der westlichen Gesellschaft gekonnt einen Spiegel vorhält. Es gibt einige Themen, auf die er immer wieder zurückkommt, etwa das Alltagsleben von Touristen in Badeorten. Aber auch die sogenannte „bessere Gesellschaft“ kommt nicht zu kurz.

Die Ausstellung zeigt eine Auswahl aus seinen berühmtesten Fotoserien. Insgesamt sind Auszüge aus dreizehn Werkkomplexen zu sehen. Es gibt aber auch mehrere Filme zu rezipieren: Wer Parr als Filmemacher kennenlernen will, hat reichlich damit Gelegenheit. Eine einstündige Dokumentation gibt Einblicke in seine Ästhetik und seine Arbeitsweise.

Besonders hübsch ist natürlich, dass Martin Parr anlässlich der Ausstellung eine eigene Fotoserie über Wien anging. Dieses gelungene Wien-Porträt wäre alleine schon ausreichend, um sich auf den Weg ins Kunst Haus Wien zu machen. (Bis 2.11.)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

  • RSS Feed for Posts
  • RSS Feed for Comments
  • Twitter
  • XING
  • Facebook

„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

Aktuell in Arbeit

Kategorien

Tweets