The Music of Strangers – Yo-Yo Ma & The Silk Road Ensemble

Filmcasino 7.10. 2016

USA 2015

Regie: Morgan Neville

Anfang des neuen Jahrtausends lädt Yo-Yo Ma Musiker aus den unterschiedlichsten Kultur zum gemeinsamen Musizieren ein. Es entstand das Silk Road Ensemble, das sich bis heute immer wieder trifft, um zu Musizieren. Sechzig höchst unterschiedliche Musiker sind daran beteiligt. Das Projekt wird ein ästhetischer und ein politischer Erfolg. Die politischen Implikationen des Projekts sind ja offensichtlich.

Nevilles Dokumentarfilm ist weit mehr als das Porträt eines Ensembles. Er erzählt exemplarisch das Leben einer Handvoll der beteiligten Künstler. Einer Spanierin aus Galizien. Einer Chinesin aus Peking. Einem Iraner aus Damaskus. Einem Syrer aus Damaskus. Ihre Biographien sind alle bewegend und werfen Schlaglichter auf die historischen Ereignisse der letzten Jahrzehnte. Damit erreicht der Dokumentarfilm am Ende eine unerwartete existenzielle Dimension. Das verschafft ihm ästhetisch allerdings eine gewisse Unausgewogenheit, weil es lange dauert, bis diese Ebene letztendlich erreicht wird.

Einen guten Eindruck über das Ensemble gibt dessen You Tube Kanal.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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