Turandot

Wiener Staatsoper 7.9. 2016

Dirigent: Marco Armiliato
Regie: Arturo Marelli

Turandot: Lise Lindstrom
Timur: Dan Paul Dumitrescu
Calaf: Marcello Giordani
Liù: Olga Bezsmertna

Puccini starb, bevor er Turandot abschließen konnte. Das Ende der Oper ist auch deshalb kein Glanzstück, weil die plötzliche Wandelung der grausamen und kaltherzigen Prinzessin Turandot in eine heißblütige Julia völlig unglaubwürdig ist. Überhaupt ist das Libretto mit seiner Mischung aus Märchen und Brutalität stellenweise misslungen. Dieses Misslingen transponiert Arturo Marelli in seine Inszenierung, wo zirkushafte Einlagen mit Clowns und Akrobaten so gar nicht zu den prominent platzierten abgeschlagenen Köpfen passen wollen.

Vokal war der Abend hervorragend. Das Wiener Staatsopernorchester war dagegen hörbar noch in der Sommerpause. Auch der Chor neigte zur klanglichen Schwammigkeit. Insgesamt aber ein akzeptabler Opernabend.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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