Julieta

Filmcasino 5.8. 2016

ES 2016
Regie: Pedro Almodóvar

Almodóvar versteht als Filmkünstler zweifellos sein Handwerk: Er spricht mühelos (s)eine symbolische Filmsprache und schafft starke Bilder. Wie es allerdings ein guter Koch mit Gewürzen übertreiben kann, so übertreibt Almodóvar es in Julieta mit seinen Stilmitteln. Eine intentionale Artifizialität ist nicht von vorneherein abzulehnen, aber hier spürt man diese Absicht zu oft – und ist verstimmt. Weniger wäre viel mehr gewesen.

Die Handlung kombiniert drei Kurzgeschichte der Alice Munro. Im Mittelpunkt steht eine Muttertragödie: Julieta wird von ihrer Tochter verlassen, womit sie sich nicht abfinden kann. Die Entwicklung der Tragödie wird in Rückblenden erzählt. Der Film hat viele schöne Details. Etwa eine Szene, in der Julieta furios altgriechisch unterrichtet und ihren Schülern Homer nahebringt. Dafür auch Ausrutscher, wie eine sehr klischeehafte hinterhältige Haushälterin.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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