Marshland

Filmcasino 17.7. 2016

ES 2014

Regie: Alberto Rodríguez

Wäre man boshaft, könnte man den Film als Tatort für cineastisch fortgeschrittene bezeichnen. Handelt es sich doch um eine Kriminalgeschichte mit sozialkritischem Hintergrund. In einem spanischen Dorf werden mehrere Mädchen Opfer eines Sexualverbrechens. Zwei charakterlich sehr unterschiedliche Ermittler sollen den Fall aufklären. Inszeniert ist das Ganze oft mit Mitteln (ausladende Musik etc.), die tatsächlich an mittelmäßige Tatorte erinnern.

Was den Film allerdings positiv von deutschen Fernsehproduktionen unterscheidet, ist einerseits die Cinematographie. So wird die titelgebende Sumpflandschaft immer wieder in beeindruckenden Bildern eingefangen. Andererseits ist die Auseinandersetzung mit der Franco-Zeit erwähnenswert, spielt die Handlung doch nur einige Jahre nach dem Untergang des Diktators. Schließlich wird der Film im letzten Drittel auch noch richtig spannend.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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