Der Schamane und die Schlange

Filmcasino 16.4. 2016

Kolumbien 2015

Regie: Ciro Guerra

Inspiriert durch das Leben und Werk des Amazonas-Reisenden Theodor Koch-Grünberg (1872-1924) ist dieser Film entstanden, der das Aufeinandertreffen der europäischen mit der indianischen Kultur anhand des Reisenden mit dem Schamanen Karamakate schildert. Die zweite Zeitebene spielt vierzig Jahre später als ein amerikanischer Botaniker auf der Suche nach desselben Pflanze den alten Karamakate trifft. Diese beiden Handlungsstränge spiegeln sich symbolisch und strukturell. Erzählt wird diese Geschichte in einer grandiosen Schwarz-Weiss-Cinematographie, was die Begeisterung fast aller Kritiker für den Film erklärt. Auch das Kinopublikum ist sehr angetan, werden hier doch gleich mehrere Erfolgsfaktoren bedient: Exotisches Setting, ein edler Wilder sowie implizite und explizite Gesellschaftskritik wird zusätzlich zu opulenten Bildern geboten. Es weht freilich immer ein Hauch von Coelho durch den Streifen.

Das ändert freilich nichts daran, dass Der Schamane und die Schlange ästhetisch sehr gelungen ist: Ein Filmkunstwerk.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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