Politischer Populismus

Kunsthalle Museumsquartier 22.11. 2015

Der Titel der Ausstellung ist selbst eine populistische Irreführung, beschäftigt sich doch kaum eines der dort ausgestellten zeitgenössischen Werke dort direkt mit dem Populismus. Wenigstens ist der Eintritt frei, so dass man für die falsche Erwartungshaltung nichts bezahlen muss.

Zu sehen ist Gegenwartskunst mit politischem Bezug. Grandios ist darunter Trevor Paglens Auseinandersetzung mit den Snowden-Enthüllungen. Für die 89 Landscapes genannte Videoinstallation filmte der Künstler Überwachungseinrichtungen in den USA und in Großbritannien. Verfremdend zusammengeschnitten und eingebettet in teils erhabene Landschaften ergibt das eine gruselige Wirkung, die durch den bassträchtigen Soundtrack noch verstärkt wird. Die knapp halbe Stunde Zeit dafür sollte man sich unbedingt nehmen.

Weitere Arbeiten beschäftigen sich auch mit Asien, nämlich den Zwangsenteignungen chinesischer Häuser für Großprojekte und koreanischer Vergangenheitsbewältigung. Es dominiert Audiovisuelles. Das Niveau ist insgesamt sehr erfreulich. (Bis 7.2.)

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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