Gay Robins: The Art of Ancient Egypt

Mein Faible für englischsprachige kunsthistorische Bücher bestätigt sich einmal mehr: Gay Robins ausführlicher Überblick über die altägyptische Kunst ist hervorragend lesbar, obwohl sie oft ins Detail geht. Nach einer ausführlichen Einführung – Understanding ancient Egyptian art – geht sie chronologisch vor. Gay fängt mit der frühen dynastischen Epoche an und endet einige Jahrtausende später bei den Ptolemäern. Die vielen Abbildungen sind jeweils ausführlich erläutert. Zu den Klischees der Kunstgeschichtsschreibung gehört, dass die altägyptische Kunst ästhetisch immer völlig stabil geblieben sei. Es stimmt auch, dass man sie selbst als Laie sofort erkennt, auch wenn die Artefakte 3000 Jahre auseinander liegen. Trotzdem gab es – im größeren ästhetischen Rahmen – jede Menge Veränderungen. Das kann man anhand Gays Vorgehensweise ausgezeichnet nachvollziehen, weil sie immer wieder dieselben Themen (Grabbauten, Skulpturen…) in den unterschiedlichen Phasen behandelt. Bisher das beste Buch über ägyptische Kunst, das ich in Händen hielt.

Gay Robins: The Art of Ancient Egypt. (The British Museum Press)

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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