Fantastische Welten

Kunsthistorisches Museum 6.4. 2015

Als großer Freund der Spätgotik und der nordischen Renaissance war ich sehr gespannt auf diese Ausstellung über die Donauschule, deren bekannteste Protagonisten Albrecht Altdorfer, Wolf Huber, Hans Leinsdorf und der Meister IP waren. Ihr Markenzeichen ist eine für die damalige Zeit unglaubliche Expressivität und Experimentierfreude, selbst bei sogenannten „heiligen“ Motiven. Einen Beitrag dazu leistete die Verbreitung der Druckgrafik, welche gewagte Kompositionen in ganz Europa bekannt machte.

Die Schau des Kunsthistorischen Museums belegt dies mit vielen thematisch gruppierten Leihgaben, darunter auch die ersten Landschaftszeichnungen der Kunstgeschichte. Das „Fantastische“ erstreckt sich über viele Dimensionen: Von unnatürlichen Farben über anatomisch „falsche“ Körper (wie später bei El Greco) bis hin zur Verfremdung klassischer Kompositionen. So wurde viel mit Kreuzigungsszenen ausprobiert.

Mein persönlicher Höhepunkt sind aber die Holzskulpturen, darunter eine fantastisch groteske Apostelmassenszene vom Meister des Zwettler Altars. Erwähnenswert ist freilich auch die ausgestellte Buchmalerei. Die beste Ausstellung des Jahres in Wien bisher. (Bis 14.6.)

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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