Peter Scholl-Latour: Der Tod im Reisfeld

Von meiner Rückkehr aus Indochina inspiriert, beginne ich mit dem Tod im Reisfeld als Nachbereitung der Studienreise, und bereue es schnell. Scholl-Latour ist zwar ein guter Beobachter, aber er hat für einen Sachbuchautor ein kleines Manko: Er kann nicht schreiben!

Einen derart unbeholfenen Stil dürfte man so schnell nicht wieder finden. Der Text trieft so sehr von sprachlichen Klischees, dass man Karl May im Vergleich posthum noch für den Literaturnobelpreis vorschlagen will. Scholl-Latour hat ein seltenes Talent immer die schlechtesten Adjektive auszusuchen. So vielen „finsteren“ Typen bin ich schon lange nicht mehr begegnet. Schlechte Sprache ist oft ein Indikator für schlechtes Denken: Auch das bestätigt sich. Weder abstrahiert der Autor noch merkt man, dass er sich mit Literatur zum Thema beschäftigt hätte. Kurz: Der schlecht geschriebene Erlebnisbericht eines Erwachsenen.

Peter Scholl-Latour: Der Tod im Reisfeld (Ullstein)

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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