Kleist: Das Käthchen von Heilbronn

Burgtheater 5.2. 2015

Regie: David Bösch

Der Kaiser: Martin Schwab
Friedrich Wetter, Graf vom Strahl: Fabian Krüger
Gottschalk, sein Knecht: Hermann Scheidleder
Kunigunde von Thurneck: Dörte Lyssewski
Rosalie, ihre Kammerzofe: Frida-Lovisa Hamann
Theobald Friedeborn, Waffenschmied aus Heilbronn: Falk Rockstroh
Käthchen, seine Tochter: Sarah Viktoria Frick
Maximilian, Burggraf von Freiburg: Dietmar König
Rheingraf vom Stein, Verlobter Kunigundens: André Meyer
Eginhardt von der Wart: Dietmar König

Auch diese Aufführung zeigt: Als Klassiker des Feminismus wird das Stück nicht mehr in die Literaturgeschichte eingehen. David Bösch, der für das Burgtheater bereits mehrere exzellente Inszenierungen gestaltete, versucht diesem seltsamen Kleiststück das Betuliche auszutreiben. Ein so actionreiches Käthchen wird man so schnell nicht mehr zu Gesicht bekommen. Das funktioniert für einzelne Szenen überraschend gut, ergibt aber kein schlüssiges Gesamtkonzept. Am Ende der pausenlosen zwei Stunden bleibt man ratlos zurück. Dabei ist schauspielerisch wenig auszusetzen und Sarah Viktoria Frick liefert eine so tadellose Leistung wie man das von ihr inzwischen gewöhnt ist.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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