Timbuktu

De France 1.2. 2015

France / Mauretania 2014
Regie: Abderrahmane Sissako

Von der Handlung wusste ich vorher nur, dass sie die Eroberung Timbuktus durch Islamisten thematisiert. Bis die Franzosen sie vertrieben, konnten sie dort 2012 neun Monate lang ihre idiotische Ideologie den weltoffenen Bewohnern aufdrängen. Ich erwartete also einen actionreichen antiislamistischen Propagandafilm.

In diese Falle tappt Abderrahmane Sissako allerdings nicht! Er erzählt einen ruhigen, langsamen Film und führt die Islamisten differenziert vor: Neben ihrer atavistischen Grausamkeit, kommt ihre komische Kläglichkeit nicht zu kurz. Alleine das wiederholte Hantieren mit Handys zeigt die Abstrusität ihrer Ideologie. Ihre Opfer werden mit großer Würde dargestellt, nicht zuletzt dank vieler intelligenter Dialoge. Uneingeschränkt sehenswert!

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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