Wege der Moderne

MAK 28.1. 2015

Ein anspruchsvolles Thema setzten sich die Ausstellungsmacher: Josef Hoffmann, Adolf Loos und die Folgen. Anspruchsvoll, weil das konzeptuelle Anliegen der Schau sehr abstrakt ist: Der unterschiedliche Zugang zur Moderne von Hoffmann und Loos soll veranschaulicht werden, inklusive der kulturgeschichtlichen Einordnung und der Rezeptionsgeschichte. Das gelingt nicht schlecht, es wird aber viel intellektuelle Mitarbeit des Besuchers erwartet. Es finden sich zwar immer wieder Erklärungen und Auszüge aus Texten der Betroffenen, man hätte es didaktisch aber durchaus noch besser aufbereiten können. (Innen-)Architektur eignete sich gut für digitale Veranschaulichungen, die komplett fehlen.

Ausgeglichen wird das durch das gute Konzept und die sehr vielen spannenden Exponate. Man erfährt nicht nur viel über die Ästhetik der ersten massenproduzierten Konsumgüter, sondern erhält auch einen guten Einblick über die stadtprägende Arbeit des Otto Wagner. Höhepunkt ist dann die direkte Gegenüberstellung der Werke von Loos und Hoffmann. Möbel, Gebäudemodelle und selbst nachgebaute Zimmer der beiden sind zu besichtigen.
(Bis 19.4.)

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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