Peter Weibel: Media Rebel

21er Haus Wien 4.1. 2015

Peter Weibel ist einer der vielseitigsten und intelligentesten Künstler Österreichs. Nicht nur, weil seine Werke meist kreativ mit Sprache und Erkenntnis spielen, sondern auch wegen seiner Experimente mit unterschiedlichen Kunstformen. Inzwischen ist er so etabliert, dass man gerne vergisst, dass seine Kunst bis in die siebziger Jahre hinein ignoriert wurde. Er spielte auch eine Rolle bei den Studentenprotesten Ende der Sechziger in Wien und beim Wiener Aktionismus.

Im 21er Haus ist jetzt eine umfangreiche Werkschau zu sehen. Viele ältere Arbeiten wurden nachgestellt. Es sind aber auch neue Arbeiten dabei. Am ästhetisch spannendsten ist die Medienkunst. Nicht wegen der hohen Qualität der Arbeit, sondern weil sich hier kunstphilosophische Grundsatzfragen stellen: Sind die Werke als type an die ursprüngliche Technik gebunden? Die alten Tonbandgeräte, VHS Kameras usw. funktionieren jetzt oft schon nur noch unter Protest oder gar nicht mehr. Was, wenn man so eine Installation mit Röhrenfernseher aus den Siebzigern auf einen modernen Flachbildschirm transferiert? Wäre das eine legitime Interpretation oder ein werkzerstörender Eingriff in ein Kunstwerk?

(Bis 18.1.)

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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