Sergei Eisenstein: Panzerkreuzer Potemkin (1925)

Regie: Sergei Eisenstein

Im Idealfall ist Kunst gleichzeitig inhaltlich und formal innovativ. Das gelingt auf hohem Niveau nicht sehr oft, weshalb diese Erfolge schnell kanonisiert werden. Ein klassisches Beispiel dafür ist Eisensteins Panzerkreuzer Potemkin. Inhaltlich revolutionär, weil er die russische Revolution thematisierte, faszinierte er die Filmwelt zusätzlich mit seinen formalen Errungenschaften. Einige der Szenen sind ikonisch geworden, etwa der die Treppe hinunter holpernde Kinderwagen. Das genial in Szene gesetzte Massaker an Zivilisten rüttelt bis heute auf. Mit anderen Worten: Panzerkreuzer Potemkin ist auch das Referenzbeispiel für einen Propagandafilm. Eisenstein hatte also nicht nur einen enormen Einfluss auf den Film als Kunstform, sondern auch auf die visuelle Propaganda der Diktaturen des 20. Jahrhunderts.

Panzerkreuzer Potemkin (DVD)

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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