Schiller: Maria Stuart

Volkstheater 6.3. 2014

Regie: Stephan Müller

Elisabeth, Königin von England: Andrea Eckert
Maria Stuart, Königin von Schottland: Martina Stilp
Robert Dudley, Graf von Leicester: Günter Franzmeier
Georg Talbot, Graf von Shrewsbury: Erwin Ebenbauer
Wilhelm Cecil, Baron von Burleigh: Patrick O. Beck
Wilhelm Davison, Staatssekretär: Roman Schmelzer
Amias Paulet, Hüter der Maria: Alexander Lhotzky
Mortimer, sein Neffe: Jan Sabo
Graf Aubespine, französischer Gesandter: Rainer Frieb
Höfling: Felix Kreutzer

Anfang des Jahrtausends war am Burgtheater eine exzellente Maria Stuart zu sehen. Inszeniert von der grandiosen Andrea Breth. Breth minimiert wohlweislich Texteingriffe bei ihren Klassikerinterpretationen. Ganz anders dieser Abend im Volkstheater: Der Text ist auf gut eineinhalb Stunden zusammengekürzt. Von Schillers sorgfältiger Statik und Spannungsaufbau bleibt nur wenig übrig. Kaum beginnt das Stück, ist man schon beim Höhepunkt, nämlich dem Treffen zwischen Elisabeth und Maria. Die beiden Damen werden nun von Andrea Eckert und Martina Stilp mit Furor gespielt, wobei Stilp die Stuart besser trifft als Eckert die englische Königin. Weder bei Schiller noch den historischen Quellen nach war Elisabeth jene Furie, welche Andrea Eckert auf die Bühne stellt. Subtilität? Fehlanzeige!

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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