Robert Bresson: Au hasard Balthazar (1966)

Bressons Film ist wohl der beste Tierfilm der Filmgeschichte. So verzichtet er auf die üblichen sentimentalen Konventionen des Genres. Stattdessen nutzt er die Hauptfigur des Streifens, um einen kalten Blick auf die Menschheit zu werfen. Diese Hauptfigur ist der Esel Balthazar, dem im Laufe seines Lebens mit zahlreichen Besitzerwechseln übel mitgespielt wird.
Die Menschen, deren narratives Bindeglied das Tier ist, machen sich meist selbst das Leben zur Hölle. Der französische Existenzialismus lässt grüßen. Großartig ist der Minimalismus des Films. Kein Wort, keine Szene ist zuviel. Trotz (wegen?) dieser ästhetischen Sparsamkeit gelingt Bresson mit Au hasard Balthazar eine Parabel auf das Leben der Menschen überhaupt. Ein Film voller Wahrheit und deshalb naturgemäß düster.

Au hasard Balthazar (DVD)

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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