Nebraska

Filmcasino 7.2. 2014

USA 2013
Regie: Alexander Payne

Pinot-Noir-Freunde kennen Alexander Payne von seinem Wein-Roadmovie Sideways (2004). Sein neuer Film spielt wieder überwiegend auf den Straßen der USA. Woody Grant steht am Ende seines Lebens und nervt seine Familie durch diverse Schrulligkeiten. Schließlich setzt er sich in den Kopf, nach Lincoln in Nebraska zu reisen, um sich einen angeblichen Millionengewinn abzuholen, der in Wahrheit nur ein Werbetrick ist. Fahren will ihn niemand, so macht er sich mehrmals zu Fuß auf den Weg. Sein Sohn David gibt letztendlich nach und fährt mit seinem Alkoholiker-Vater, zu dem er natürlich eine schwierige Beziehung hat, Richtung Süden. Sie machen einen mehrtägigen Zwischenstopp in einer kleinen Provinzstadt bei Verwandten.
Hier kommt nun die zweite Dimension des Films ins Spiel: Die triste Situation des ländlichen Amerika. Die Heruntergekommenheit der Gebäude und die schrägen Typen (ein Kompliment an das Casting!) belegen das eindrucksvoll. Die schauspielerische Leistung ist insgesamt grandios.
Payne dreht den Film in schwarzweiß, was den Landschaften und Wolkenbilder eine besondere Atmosphäre verleiht.

Eine Antwort auf Nebraska

  • Gerald Fix sagt:

    Das Wiedersehen mit dem immer etwas schrägen Typen aus den 70er-Jahre-Western, BruceDdern als steinaltem Mann hat mich fast am meisten bewegt. Wie wenn man auf irgendeiner Beerdigung dem komischen Onkel wiederbegegnet, nach vielen Jahren, und sich wundert, dass der und man selbst noch leben …

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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