Akira Kurosawa: Seven Samurai (1954)

Diese historische Saga über das von Räubern bedrohte arme Bauerndorf (1587), das sieben Samurai als Schutz anheuert, schrieb Filmgeschichte. Zahlreiche Western übernahmen die narrative Grundstruktur. Beeindruckend ist vieles an dem Werk. Um mit dem Ende anzufangen: Die Darstellung der Gewalt ist der Gegensatz dessen, was man vom amerikanischen Actionkino kennt. Die Kampfszenen sind realistisch unbeholfen. Statt Heroismus sehen wir Schlamm, Dreck und Angst.

Im Film passt jedes Detail. Die Darstellung der Beziehung zwischen den Dorfbewohnern und den Samurai etwa, die erst von Angst geprägt ist und danach von einer „militärischen“ Beziehung abgelöst wird. Die Darstellung des tristen Dorflebens. Das Herausarbeiten der unterschiedlichen Charaktere. Die furiose Figur des „falschen“ Samurai Kyuzo, der gleichzeitig ein Draufgänger und ein Held ist. Das fehlende Happy End.

Die sieben Samurai (DVD)

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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