Mozart: Don Giovanni

Wiener Staatsoper 14.1. 2014

Dirigent: Alain Altinoglu
Regie: Jean-Louis Martinoty

Don Giovanni: Adam Plachetka
Donna Anna: Hibla Gerzmava
Don Ottavio: Rolando Villazón
Donna Elvira: Malin Hartelius
Leporello: David Bizic
Il Commendatore: Dan Paul Dumitrescu
Masetto: Marcus Pelz
Zerlina: Ileana Tonca

Die Wiener Staatsoper ist ein konservatives Haus: Man wagt sich nur selten an eine moderne Inszenierung. Gleichzeitig möchte man nicht zu altbacken sein. Jean-Louis Martinoty wählt deshalb zaghaft ein modernes Bühnenbild, nämlich perspektivisch leicht verzerrte Schwarzweiß-Fotos als Kulisse. Davor findet von A bis Z traditionelle Oper statt, von den Kostümen bis zur Choreographie. Der klassische Fall einer ästhetisch langweiligen Kompromissinszenierung also.

Immerhin stört die Regie nicht die Musik, denn die ist herausragend. Das Ensemble singt durchweg auf hohem Niveau, speziell die Damen (Hibla Gerzmava!) sind grandios. Die Herren traten da etwas zurück, speziell Rolando Villazón wirkte vokal etwas blass. Zwar sang er sehr schön, seine Stimme trug aber nur bedingt bis in den Rang hinauf. Das Staatsopernorchester hatte auch einen seiner besseren Tage. Musikalisch war der Abend durchaus meinem letzten Don Giovanni an der Metropolitan Opera ebenbürtig.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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