Jean-Luc Godard: Le Mepris (1963)

Eigentlich braucht es nicht mehr als einen real auftretenden Fritz Lang, der einen Streifen über die Odyssee dreht, um mich sofort für einen Film einzunehmen. Damit wäre bereits die selbstreferenzielle Ebene des Films benannt, nämlich die Frage inwieweit ästhetische Kompromisse aus kommerziellen Gründen zulässig sind. Jeder ernstzunehmende Regisseur wird bis heute ständig damit konfrontiert. In Le Mepris verlangt der amerikanische Filmproduzent Jeremy Prokosch von Fritz Lang Änderungen und engagiert zu diesem Zweck den Schriftsteller Paul Javal, der mit seiner Gattin Camille anreist.

Aus dieser Personenkonstellation entwickelt sich nun ein Spiel vom Entfremdung und Annäherung vor hübscher süditalienischer Kulisse. Dabei korrespondieren die verschiedenen Ebenen elegant miteinander und die Entwicklung läuft mit einer inneren Notwendigkeit ab. Godard drehte radikalere Filme, aber Le Mepris kombiniert eine (anscheinend) leichte Zugänglichkeit mit einer hohen Komplexität. Er gilt deshalb zu Recht als einer der wichtigsten Filme des Nachkriegskinos.

Le Mépris (Blu-ray)

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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