Kokoschka – Das Ich im Brennpunkt

Leopold Museum 15.12. 2013

Toller Erfolg! Die Ausstellung „Entartete Kunst“ hatte zwei Millionen Besucher. Noch nie waren zwei Millionen vor meinen Bildern gestanden.

Während im Unteren Belvedere derzeit Emil Nolde zu sehen ist, widmet sich das Leopold Museum ebenfalls einem Expressionisten: Oskar Kokoschka. Die beiden Ausstellungen sind allerdings sehr unterschiedlich: Während es sich bei Nolde um eine klassische Werksschau handelt, liegt bei Kokoschka der konzeptuelle Schwerpunkt auf dessen Biographie.

Basis der Schau sind nämlich nicht die Bilder des Malers, von denen natürlich trotzdem viele ausgestellt sind, sondern die Fotosammlung des Oskar-Kokoschka-Zentrums. 200 Fotografien aus der Sammlung von 5000 wurden ausgewählt und werden entlang seiner Biographie präsentiert. Darunter sind Schnappschüsse im Kleinformat ebenso wie Künstlerportraits bekannter Fotografen. Selbst Skurilitäten finden sich, wie eine Aufnahme von der legendären Alma-Mahler-Puppe, die sich Kokoschka nach ihrer Trennung anfertigen ließ.

So bekommt man eine neue Perspektive auf die Persönlichkeit Kokoschkas, denn seine Selbstinszenierungen verändern sich im Laufe der Jahre. Nach den wilden Wiener Anfängen zeigt er sich auf den etwa Fotos in Dresden als sehr bürgerlicher Professor. Überhaupt legt er Zeit seines Lebens darauf auf den Porträts gut gekleidet zu sein. Selbst im Atelier trägt er eine Krawatte.
(Bis 3.3. 2014)

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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