Verdi: Aida

Wiener Staatsoper 9.10. 2013

Dirigent: Dan Ettinger
Regiekonzept: Nicolas Joel

Amneris: Olga Borodina
Aida: Kristin Lewis
Radames: Marcello Giordani
Amonasro: Markus Marquardt
Ramfis: Sorin Coliban
Priester: Olga Beszmertna

Vom Kernrepertoire zählt Aida sicher zu jenen Opern, die mir am besten gefallen. Das hängt natürlich in erster Linie mit der Musik zusammen, aber auch das Libretto ist intelligenter als bei anderen Werken, obwohl die Handlung natürlich viele Standardelemente verwendet, wenn auch vor exotischer Kulisse.

Nach wiederholtem Sehen dieser Inszenierung nervt mich sogar deren Konservatismus immer weniger, weil diese Opulenz mit der Opulenz der Oper gut harmoniert. Es dürfte sogar jene traditionelle Inszenierung der Wiener Staatsoper sein, die mich am wenigsten stört.

Musikalisch war an dem Abend wenig auszusetzen. Eine Sternstunde war es nicht, aber deutlich überdurchschnittlich im Vergleich zu anderen Repertoireabenden. Leider scheint nun aber wieder im Orchestergraben die schlechte Gewohnheit einzureißen, dass sich die Musiker vor dem Ende hinausschleichen, wenn sie nicht mehr benötigt werden. Das ist sowohl gegenüber den Sängern auf der Bühne als auch gegen das Publikum eine unnötige Respektlosigkeit. Außerdem kann man eine Viertelstunde schlimmer verbringen als sich das Finale der Aida anzuhören.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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