Akira Kurosawa: Rashomon (1950)

Heutzutage gehört es zum Standardrepertoire, eine Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven zu erzählen. Als Kurosawa Rashomon drehte, war es sehr innovativ. Ein Räuber überfällt im Wald einen Samurai samt seiner Gattin. Am Ende ist der Samurai tot. Die Details der Geschichte sind aber völlig andere, je nachdem ob sie der Samurai, der Räuber, die Frau oder ein versteckter Augenzeuge erzählt. Für den heutigen Zuseher hat der Kontrast zwischen dem fremden, aber klassischem historischen Setting des Films und der modernen narrativen Struktur einen großen Reiz. Rezeptionsgeschichtlich war Rashomon das erste Werk, welches den japanischen Film in der westlichen Welt bekannt machte.

Rashomon (DVD)

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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