Bibliomanes

Im Der Standard schreibt Karl-Markus Gauss über die Befreiung durch Lesen:

Wo die Dummheit zum Bildungsideal geworden ist, da hat es die Literatur schwer. Als Gegengift gegen das zwanghafte Nützlichkeitsdenken unserer Zeit ist und bleibt sie aber unabdingbar.
(…)
Wie ist es um diese Literatur bestellt, deren Notwendigkeit gerade in ihrer praktischen Überflüssigkeit besteht? Die wir brauchen, eben weil sie unmittelbar zu gar nichts nütze ist und uns dadurch von dem Zwangsdenken befreit, dass alle Dinge, Begabungen, Tätigkeiten, Beziehungen immer etwas nützen, einen Vorteil eintragen müssen? Die uns aus der Bahn wirft, wo wir auf den Schienen der Gewohnheit dahinrollen, und uns auf neue Spuren setzt, wenn wir in der Unübersichtlichkeit unserer eigenen Existenz nicht mehr recht wissen, wohin es mit uns geht, ja, wohin wir selber eigentlich wollen?

Schließlich hat jemand dankenswerterweise noch 10 Literary Restaurants for Hungry Book Nerds Around the World zusammengetragen.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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