Wagner: Der fliegende Holländer

Wiener Staatsoper 2.5. 2013

Dirigent: Daniel Harding
Regie: Christine Mielitz

Senta: Anja Kampe
Erik: Stephen Gould
Der Holländer: Juha Uusitalo
Daland: Stephen Milling
Mary: Monika Bohinec
Steuermann Dalands: Benjamin Brus

Wagners Musik benötigt sehr viel Subtilität bei der Interpretation, um das Pathos zu disziplinieren. Daniel Harding beherzigte diesen wichtigen Grundsatz nicht, sondern schöpfte dynamisch aus dem Vollen. Das Staatsopern Orchester dröhnte überwiegend grell und drall aus dem Orchestergraben heraus. Mit dieser Klangkulisse hatte besonders Juha Uusitalo als Holländer zu kämpfen. Von einer schweren Krankheit genesen ist leider von seiner großartigen Wagnerstimme nichts mehr zu hören. Auch schauspielerisch hat man den Eindruck, er sei oft gar nicht anwesend. Von der notwendigen dämonischen Präsenz der Figur gar nicht zu reden.

Da half es dann auch nichts mehr, dass das restliche Ensemble eine stimmlich überragende Leistung zeigte. Es war der musikalisch schlechteste Fliegende Holländer, den ich in Wien bisher hörte.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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