Federico Fellini: La Dolce Vita (1960)

Einer der berühmtesten Episodenfilme der Filmgeschichte, der gleich mehrere ikonische Epochenbilder generierte: Die über Rom fliegende Jesusstatue zu Beginn oder Anita Ekberg im Trevi Brunnen. Wie die meisten großen Kunstwerke nahm Fellini keine Rücksicht auf die Befindlichkeiten des damaligen Durchschnittsspießers und schockierte das Publikum nicht nur mit erotischer Freizügigkeit. Es gibt auch den kinderliebenden Intellektuellen, der seine Lieben massakriert. Fellini zeigt die blasierte römische Gesellschaft von mehreren Seiten und spart auch nicht an Kritik am (katholischen) Massenwahn wie die Episode mit der angeblichen Marienerscheinung illustriert. Gleichzeitig bekommt bereits früh der Sensationsjournalismus eine Breitseite verpasst. Bis heute redet man von den „Paparazzi“, die den Film bevölkern. Marcello Mastroianni liefert eine der besten Leistungen seiner Karriere.

La Dolce Vita (Blu-ray)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

  • RSS Feed for Posts
  • RSS Feed for Comments
  • Twitter
  • XING
  • Facebook

Kategorien

„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

Aktuell in Arbeit

Tweets

  • Gewisse Namen NENNT MAN NICHT GEMEINSAM IN EINEM SATZ! https://t.co/hI9iiVFsXm 3 Stunden
  • "Trump Budget Based on $2 Trillion Math Error." Verständlich. Sechsjährige können ja mit so hohen Zahlen noch nicht rechnen. 3 Stunden
  • Papst Franzl empfängt #Trump. Päpste hatten ja noch nie Berührungsängste vor Faschisten. 4 Stunden