Der Manesse-Verleger im Interview

Der Manesse Verlag ist nach wie vor einer der wichtigsten Klassikerverlage im deutschsprachigen Raum. Verlagsleiter Horst Lauinger gab der Zeit ein Interview:

ZEIT ONLINE: Jetzt kann man einwenden: Manesse gehört zu Random House, ist ein Konzernverlag. Wenn Sie Verluste machen, fallen Sie weich.
Lauinger: Das ist ein weitverbreiteter Irrtum. Jedes große Unternehmen, egal in welcher Branche, wird mittlerweile nach dem Profitcenter-Prinzip geführt. Das heißt: Jede zum Konzern gehörende Einheit muss für sich selbst bestehen können. Es ist also durchaus nicht so, dass, wenn zum Beispiel der Blessing-Verlag mit dem neuen Schirrmacher-Buch Erfolg hat, ich davon in der Querfinanzierung etwas abbekomme. Querfinanzieren kann ich mich nur selbst, mit Manesse-Erfolgen. Man hat bei Random House selbstverständlich eine gewisse Renditeerwartung. Die muss ich nicht zu hundert Prozent erfüllen. Aber die schwarze Null am Ende des Jahres ist das Mindeste. Und das gelingt uns seit Jahren recht passabel.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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