Puccini: Tosca

Wiener Staatsoper 31.01. 2012

Diriginet: Marco Armiliato
Floria Tosca: Martina Serafin
Mario Cavaradossi: Aleksandrs Antonenko
Baron Scarpia: Ambrogio Maestri
Cesare Angelotti: Ryan Speedo Green

Makellos mit einem überraschend präsentem Ambrogio Mastri!

Wiener Staatsoper 19.11. 2012

Dirigent: Philippe Auguin
Regie: Margarethe Wallmann

Floria Tosca: Emily Magee
Mario Cavaradossi: Neil Shicoff
Baron Scarpia: Falk Struckmann

Viel spricht dafür, Tosca als Höhepunkt und Abschluss der klassischen italienischen Operntradition zu verstehen. Weist sie doch nicht nur alle musikalischen Stärken des Genres auf, was melodiösen Einfallsreichtum und Emotionalisierung betrifft, sondern transzendiert diese italienische Opernästhetik gleichzeitig, in dem Puccini „wagnerianische“ Stilmittel einsetzt.
Bereits Verdi komponierte „politische“ Opern, die auf klassischen Vorlagen von Schiller und Shakespeare beruhen. Puccini griff für Tosca auf ein Stück von Victorien Sardou zurück. Das Ergebnis ist kompromissloses Antidiktatoren-Musiktheater, dessen politischer Gehalt ausgezeichnet die melodramatischen Elemente der Musik ausbalanciert. Balance ist auch das Stichwort was die perfekte Verknüpfung von Arien, Rezitativen und Chören angeht.
In der Staatsoper wird die Oper selbstverständlich hoch konservativ inszeniert, ist sie doch eine der ältesten im Repertoire. Seltsamerweise störte mich das an diesem Abend gar nicht. Shicoff ließ vorsichtshalber ankündigen, dass er noch etwas erkältet sei, sang seinen Part aber ebenso makellos wie Emily Magee ihre Tosca. Großartig und überzeugend gab Falk Struckmann den Bösewicht Scarpia. Das Orchester versuchte tapfer und überwiegend erfolgreich, mit dem vokalen Niveau mitzuhalten. Ein fast perfekter Opernabend!

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"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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