Raimund: Der Alpenkönig und der Menschenfeind

Burgtheater 30.9. 2012

Regie: Michael Schachermaier

Astragalus, der Alpenkönig/Christian Glühwurm: Johannes Krisch
Herr von Rappelkopf, ein reicher Gutsbesitzer: Cornelius Obonya
Sophie, seine Frau/Marthe Glühwurm: Regina Fritsch
Malchen, seine Tochter aus dritter Ehe/Salchen: Liliane Amuat
August Dorn, ein junger Maler/Franzl: Peter Miklusz
Herr von Silberkern, Sophies Bruder: Dietmar König
Lischen, Malchens Kammermädchen: Stefanie Dvorak
Habakuk, Bedienter bei Rappelkopf/Christian Glühwurms Großmutter: Johann Adam Oest

Als sei Matthias Hartmann bei seinem Wiener Publikum noch nicht beliebt genug, setzt er nun noch eines drauf und Wiener Volksstücke auf den Spielplan. An der Inszenierung und der schauspielerischen Leistung gibt es nichts auszusetzen. Ebenso wenig an dem musikalischen Rahmen (live!). Wenn man ein Volksstück unkritisch als Volkstück auf die Bühne bringen will, dann kann man es wohl nicht besser machen als Michael Schachermeier. Es ist komisch, es gibt ein paar nette Effekt und auch etwas Selbstironie. Das Publikum war deshalb naturgemäß sehr erfreut, es will ja nicht immer durch anspruchsvolle ästhetische Konzepte belästigt werden, schon gar nicht am Sonntagabend. So saß ich denn in dieser Aufführung und stellte mir ständig die Frage: Zu welchem Zweck? Man braucht kein Burgtheater, um solche Stücke auf die Bühne zu bringen. Eine Verschwendung von ästhetischen Ressourcen.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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