Exzellente Einführung in die Antike

Wer sich für die Antike interessiert und des Englischen passabel mächtig ist, der wird kaum eine bessere allgemeine Einführung in die Antike finden als diese History of the Ancient World: A Global Perspective. Prof. Aldrete spannt in 48 je dreißig Minuten langen „Lectures“ einen weiten Bogen von den ersten Zivilisationen in Mesopotamien bis zur Zeit Karls des Großen. Naturgemäß kann er dabei nicht sehr ins Detail gehen und, wer sich bereits ein grundlegendes Wissen erarbeitet hat, wird kaum neue Fakten erfahren. Allerdings bezieht Aldrete auch China, Indien, Südamerika und Afrika mit ein, deren alte Geschichte uns weit weniger vertraut ist als die der Griechen und Römer.

Besonders spannend wird es, wenn Adrete Querbezüge zwischen den einzelnen Kulturen herstellt. Beispielsweise vergleicht er die zeitgenössische Geschichtsschreibung der alten Griechen mit der indischen und chinesischen. Oder er arbeitet die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen dem Römischen Reich und dem chinesischen Han-Reich heraus, die gleichzeitig ihre jeweiligen Weltteile beherrschten.

Noch ein Hinweis zur Preispolitik der Great Courses: Einen Kurs nie zum Listenpreis kaufen, es gibt regelmäßig einen stark ermäßigten Preis.

Gregory S. Aldrete: History of the Ancient World: A Global Perspective (Teaching Company)

2 Antworten auf Exzellente Einführung in die Antike

  • Hubert Peterka sagt:

    Ist die DVD-Version empfehlenswert oder wird man mit dem mp3-Walkman genau so schlau? Danke!

    • Prinzipiell nutze ich – je nach Kurs – einmal die Videoversion, einmal die Audioversion. Bei allen Geschichtsthemen ist Audio völlig in Ordnung. Bei Kunstgeschichte, Naturwissenschaften etc. empfiehlt sich Video. Aber nur Downloads, nicht die DVDs, da man sonst durch Zollgebühren arm wird. Freilich brauche ich für eine Videoversion ein Vielfaches länger als für Audio. Siehe auch hier rechts „Aktuell in Arbeit“.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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