Kakanien – Neue Heimaten (Folge 1)

Kasino des Burgtheaters 29.3. 2012

Joachim Meyerhoff
Miljenko Jergovic
Anne-Kathrin Godec

Joachim Meyerhoff war der Gastgeber des Abends. Das Konzept: Ein Schauspieler lädt Gäste zum Thema Kakanien ein, dem berühmten Spottbegriff über das Habsburgerreich, den Robert Musil in seinem Mann ohne Eigenschaften (Notiz) prägte.

Den in Zagreb lebenden bosnischen Schriftsteller Miljenko Jergovic wählte Meyerhoff als Gast, der wiederum Anne-Kathrin Godec mitbrachte, eine nach Kroatien emigrierte Kölnerin, die dort ein Literaturhotel betreibt. Der Abend begann etwas zaghaft, lief dann aber nach und nach zur Hochform auf, was nicht zuletzt den beiden von Meyerhoff vorgelesenen Texten zu verdanken war. Der erste war ein Essay Jergovics, der anhand seines bei der bosnischen Eisenbahn tätigen polyglotten Großvaters qua Schienennetz das alte Europa wieder auferstehen ließ. Der andere war eine – inzwischen gewohnt witzig-profunde – textliche Auseinandersetzung zum Thema Heimat, die Meyerhoff selbst für den Abend geschrieben hatte. Musikalisch abgerundet wurde die Veranstaltung durch Jelena Poprzan und Rina Kacinari. Man nahm einige Denkanstöße mit nach Hause.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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