Verdi: Un ballo in maschera

Staatsoper 12.1.

Dirigent: Philippe Auguin
Regie: Gianfranco de Bosio

Gustav III: Neil Shicoff
Graf René Ankarström: Leo Nucci
Amelia, seine Gattin: Barbara Haveman

In den Jahren nach 1857 komponiert, setzte Verdi bei der Handlung ganz auf den Zeitgeschmack. So manches erinnert an die Romane Walter Scotts und die gothic novel. Dämonische Wahrsagerinnen kommen ebenso zum Zuge wie mitternächtliche Friedhöfe auf denen Galgen stehen. Die Popularität der Oper überrascht also nicht, zumal Verdi auch musikalisch brilliert.

Der Abend in der Staatsoper war leider nicht brillant. Neil Shicoff war indisponiert und sang die Partie des Gustav III. merklich geschwächt. Auch das Staatsopernorchester ließ sich Zeit, um auf Touren zu kommen. Ansonsten war die vokale Leistung aber superb.

Die Inszenierung war eine museale, was ich zunehmend weniger aushalte. Am besten gelang noch der Maskenball am Ende: Kostüme (Farben!), Masken und die Choreographie waren beeindruckend.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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