Bigger Than Live. 100 Jahre Hollywood

Jüdisches Museum Wien 9.1.11

Eine jüdische Erfahrung ist der weitere Untertitel dieser Ausstellung. Viele Größen Hollywoods waren ja bekanntlich Juden, nicht wenige davon stammten aus Mitteleuropa. Die Schau zeigt höchst anschaulich die Geschichte Hollywoods in 24 Stationen aus überwiegend jüdischer Perspektive, die allerdings sehr breit ist. Jeder Abschnitt wird durch eine Tafel eingeleitet, ein Ausstellungsführer gibt Informationen über einzelne Exponate. Auf Leinwänden werden jeweils kurze Filmausschnitte ausgezeigt, welche zum jeweiligen Thema passen. Ich jedenfalls war sehr erfreut auf Charlie Chaplin, die Marx Brothers, Billy Wilder und Woody Allen zu treffen, um nur einige meiner Filmfavoriten zu nennen. Der historische Kontext kommt ebenfalls nicht zu kurz. So wird der konservative Geschmack der frühen Studiobosse und dessen Niederschlag in familienfreundlichen Filmen ebenso angesprochen wie die antikommunistische Hetze unter dem Vorsitz des Chefhysterikers Joseph McCarthy. Die letztendlich erfolgreichen Filmrebellen der späten Sechziger und Siebziger bekommen auch ihren Platz. Man erfährt auch viele Fakten: In Hollywood etwa wurden zwischen 1911 und 2010 insgesamt 42.714 Langfilme produziert, davon 11.167 Stummfilme.

Insgesamt eine toll kuratierte, spannend aufgezogene und informative Ausstellung für alle Filmfreunde! (Bis 15.4.)

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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  • Der Mensch gewöhnt sich schnell an jegliche Annehmlichkeit und wird schnell wieder unzufrieden. Einer der Gründe für d. Demokratiemüdigkeit. 3 Stunden
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