Douglas Adams: A Hitchhiker’s Guide to the Galaxy

Zuletzt las ich den Roman als Schüler in einer deutschen Übersetzung. Als mir dann die wunderschöne, bibliophile Ausgabe der Folio-Society in die Hände fiel, entschloss ich mich spontan zu einer Zweitlektüre. Mein Leseeindruck war ein zwiespältiger. Der Witz und Erfindungsreichtum des Buches sind brillant. Über weite Stellen ist es selbst dann ein amüsantes Leseerlebnis, wenn man die meisten Pointen bereits kennt. Andererseits ist dieses Von-einer-zur-nächsten-Pointe-Jagen als literarisches Gestaltungsprinzip schnell langweilig. So wohl formuliert und geistreich einzelne Sätze sind, so uninspiriert wirkte auf mich die Gesamtanlage. Nun ist der Inhalt freilich so originell, dass er dieses Manko ausgleicht. Es steckt auch viel Weisheit in dem Buch und das berühmte „42“ steht als Kommentar über die Lage der Menschheit dem eines Samuel Beckett kaum nach. Vergleicht man heutige Bestseller wie Harry Potter mit A Hitchiker’s Guide to the Galaxy wäre man froh ob dieses Niveaus.

Douglas Adams: The Hitchhiker’s Guide to the Galaxy. (Picador)

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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