Von Fischen, Vögeln und Reptilien

Die Ausstellungen im Prunksaal der Nationalbibliothek sind für Bücherfreunde immer sehr sehenswert. Die aktuelle Schau widmet sich zoologischen Schautafeln. Gezeigt werden Buchmalereien aus dem 16. und 17. Jahrhundert, deren Detailreichtum und sorgfältige Ausführung bis heute beeindruckt. Im Mittelpunkt stehen zwei Werke, die in den letzten Jahren restauriert wurden. Vom Erfolg des Projekts kann man sich nun selbst überzeugen.

Das Bestiaire Rudolfs II. sowie Aquarelle mit Meeresgetier, die von Ferdinand II (Erzherzog von Tirol) bei Giorgio Liberale (1527 – ca. 1580) in Auftrag gegebenen wurden. Ersteres enthält in zwei Bänden 181 Ölbilder und sollten die Wunderkammer Rudolfs II. mit „virtuellen Exponaten“ ergänzen, die sich nur schwer in realiter hätten dort ausstellen lassen.

Die Meerestieraquarelle waren sowohl aus naturhistorischer als auch ästhetischer Perspektive eine Entdeckung für mich. Man wird Augenzeuge wie eine naturwissenschaftlicher Blick den religiös-symbolischen auf die Natur ablöst. (Bis 29.1.)

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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