Richard Strauss: Daphne

Dirigentin: Simone Young

Peneios: Georg Zeppenfeld
Gaea: Elisabeth Kulman
Daphne: Meagan Miller
Leukippos: Michael Schade
Apollo: Johan Botha

Es gibt viele Opern mit dämlichen Libretti und großartiger Musik. Dieses Spätwerk des Richard Strauss ist ein besonders eklatanter Fall. Obwohl mich die Antike in jeglicher Ausprägung bekanntlich sehr fasziniert, und Ovids Metamorphosen zu meinen Lieblingsbüchern zählen, langweilte ich mich inhaltlich den überwiegenden Teil der Oper. Für Richard Strauss war dieser mythologische Stoff natürlich willkommen unheikel, fand die Uraufführung der Daphne doch im Herbst 1938 in Dresden statt.

Die musikalische Seite dagegen ist ausgezeichnet und dieser Abend war sicher nahe an der Referenz. Meagan Miller und Johan Botha glänzten mit einer exzellenten Form. Dirigentin (!) Simone Young stand dem Ensemble mit dem Staatsopern Orchester an Perfektion kaum nach. Trotzdem wird Daphne sicher keine meiner Lieblingsopern werden. Die Inszenierung störte nicht.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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