René Magritte

Albertina 7.12.

Eigentlich wollte ich diese Schau auslassen, weil ich durch die große Zahl an Blockbuster-Ausstellungen in der Albertina zunehmend genervt bin. Ein großer Name jagt den nächsten, was zwar für in Wien Wohnenden Vorteile hat, aber die im Hintergrund stehende Besuchermaximierungsstrategie schreckt ab. Man erkennt die Absicht und ist verstimmt.

Das wäre in diesem Fall ein Fehler gewesen. Magritte zählt zum Kernbestand jedes Posterladens, was eine unbefangene Annäherung erschwert. Desto erfreulicher, dass man in der mehr als 150 Werke umfassenden Ausstellung auch einen unbekannteren Maler kennenlernen kann: Zeichnungen sind ebenso zu sehen wie Gebrauchskunst. Die bekanntesten Werke zählen zum Spätwerk, etwa die gesichtslosen Männer. Ich wusste aber nicht, dass Magritte auch einmal im Stile Renoirs malte. Beispiele findet man ebenfalls in der Ausstellung.

Wer Magrittes Bilder nur in Reproduktion kennt, wird sich wundern, dass die Originale weniger glatt und glänzend sind. Die Sujets wirken deshalb noch hintergründiger als im Hochglanz. (Bis 26.2.)

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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