Empfehlungen: Daily Show

Jon Stewarts (fast) tägliche Daily Show nimmt sich satirisch den Auswüchsen der amerikanischen Politik an und bringt seinen Zusehern die aktuelle Nachrichtenlage originell nahe. Die Bandbreite der eingesetzten Formate ist groß: Groteske Zusammenschnitte aus den Nachrichtensendern (Zielscheibe des Spotts ist hier vor allem Fox News), Sketche, „Korrespondentenberichten“, „Expertenauftritten“ und Filmbeiträge benennen die wichtigsten Beitragsarten.

Die einzelnen Sendungen sind natürlich von unterschiedlichem Niveau. Es sind aber regelmäßig brillante Folgen dabei, die Stewart zu Recht zu einer Ikone des linksliberalen Amerika werden ließ. Speziell zur Amtszeit von Bush senior war Stewart auch international ein Sprachrohr des „anderen Amerika“.

Dass die Daily Show in diese Rolle hineinwachsen konnte, illustriert die trauige Medienlandschaft in den USA. Wenigen Qualitätsmedien stehen Hetzsender wie Fox News gegenüber. Das erinnert an die Lage in Österreich, wo eine Stadtzeitschrift wie der Falter in Sachen investigativem Journalismus einspringen muss, weil die meisten anderen Medien nicht mehr in der Lage sind, diese für eine Demokratie essenzielle Rolle einzunehmen.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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