Richard Wagner: Der Ring des Nibelungen

Wiener Staatsoper

Das Rheingold 6.4.
Die Walküre 7.4.
Siegfried 10.4.
Götterdämmerung 13.4. (Franz Welser-Moest)

Musikalische Leitung: Adam Fischer
Regie: Sven-Eric Bechtolf

Wotan: Juha Uusitalo
Alberich:Tomasz Konieczny
Siegmund:Christopher Ventris
Sieglinde: Edith Haller
Brünnhilde: Eva Johansson
Mime: Wolfgang Schmidt
Siegfried: Stephen Gould
Gunther: Markus Eiche
Hagen: Eric Halfvarson
uvm.

Wien bietet als meines Wissens einzige Stadt weltweit die Möglichkeit, jedes Jahr mindestens einmal den kompletten Ring anzuhören, inzwischen ein Fixtermin für mich. Gesanglich war die aktuelle Aufführungsreihe unter den besten je gehörten. Je öfter ich diese sechszehn Stunden Musik höre, desto interessanter erscheinen sie. Strukturelle und musikalische Details werden nach und nach klarer. Die Bewunderung für die enorme künstlerische Leistung des Richard Wagner steigt von Jahr zu Jahr.

Alle Hauptrollen wurden auf exzellentem Niveau gesungen. Besonders herausragend waren Juha Uusitalo (Wotan), Eva Johansson (Brünnhilde) und Stephen Gould (Siegfried). Letzterer sang selbst den langen Siegfried bis zum Ende so frisch und ausgeruht als wäre er nicht schon viele Stunden auf der Bühne gestanden. Siegfried war zweifellos der musikalische Höhepunkt des Zyklus.

Die Orchesterleistung war leider inhomogen. Schwach im Rheingold, guter Durchschnitt in der Walküre und schließlich eine sehr gute Leistung in den beiden letzten beiden Teilen. Für sie war Franz Welser-Moest angekündigt. Auch wenn er letztendlich nur Götterdämmerung dirigierte, hat sich diese Planung offensichtlich auch schon sehr positiv auf die Besetzung des Orchestergrabens bei Siegfried ausgewirkt. Das bestätigt meine Hypothese, dass es in der Wiener Staatsoper für eine exzellente Leistung nicht in erster Linie auf den musikalischen Leiter ankommt, sondern welche Musiker am Abend im Graben sitzen.

2 Antworten auf Richard Wagner: Der Ring des Nibelungen

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"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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