Mary & Max

Filmcasino 2.9.
Regie: Adam Elliot

Versucht man diesen Animationsfilm auf ein Adjektiv zu reduzieren, könnte es „charmant“ sein. Die Geschichte ist beinahe klassisch: Zwei Außenseiter, ein übergewichtigter New Yorker mit psychischen Problemen und ein achtjähriges australisches Mädchen, eine Außenseiterin, beginnen durch Zufall eine Brieffreundschaft. Der Film funktioniert aus zwei Gründen: Die Erzählung (die Briefe werden durch einen Erzähler vorgelesen) entwickelt schnell einen narrativen Sog. Die ebenso witzigen wie geistreichen Animationen passen optimal zu den Biographien der beiden. Das Ergebnis ist ein sehr unterhaltsamer Kinoabend. Das Ende war für meinen Geschmack etwas zu überzuckert, was den zum Teil bissigen sozialkritischen Gehalt des Films leider relativiert.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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