André Thiele

Eine Welt in Scherben. Essays & Historien (VAT)

Dieser kleine Band aus einem kleinen Verlag ist ein Geheimtipp für alle Freunde des 18. Jahrhunderts. Die Essays behandeln überwiegend, wie man nach der Lektüre eigentlich sagen muß, zu Unrecht wenig bekannte Gestalten aus dieser Zeit.
Den Auftakt macht ein Portrait des Bauerndichters Hinrich Janssens, das eine Reihe von bemerkenswerten sozialgeschichtlichen Schlaglichtern auf die erste Hälfte seines Jahrhunderts wirft. Thieles Aufsätze sind exzellent recherchiert, stilistisch erfrischend geschrieben und an einigen Stellen mit treffenden Seitenhieben gegen die Schulgermanistik versehen.
Ebenso amüsant wie plausibel ist auch sein Eintreten für den gerne als Schulmeister verpönten Johann Christoph Gottsched. Wer sich für derlei Dinge interessiert, wird an dem Büchlein seine helle Freude haben.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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